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Senioren und Digitalisierung in Frankreich: Kennzahlen 2026

Alle Statistiken zu Senioren und Digitalisierung in Frankreich: Ausstattung, Nutzung, digitale Kluft, Betrug, Telemedizin. Offizielle Quellen.

Senioren und Digitalisierung in Frankreich: Kennzahlen 2026

Senioren und Digitalisierung in Frankreich: Kennzahlen 2026

In Frankreich sind mehr als 15 Millionen Menschen 60 Jahre oder älter, das entspricht 27,7 % der Bevölkerung [INSEE, 2024]. Wie erlebt diese Generation die digitale Transformation? Zwischen bemerkenswerten Fortschritten und anhaltenden Ungleichheiten zeichnen die offiziellen Daten ein weitaus differenzierteres Bild als gängige Klischees vermuten lassen. Hier finden Sie die aktuellsten, belegten und verifizierten Statistiken zum Verhältnis der Senioren zur Digitalisierung.

Diese Seite fasst die Referenzzahlen aus den aktuellsten offiziellen Studien zusammen: Baromètre du numérique (ARCEP/CREDOC), INSEE-Umfragen, DREES-Berichte, Cybermalveillance.gouv.fr und Veröffentlichungen des Senats. Jede Angabe enthält ihre Quelle und ihr Datum.


Digitale Ausstattung der Senioren

Smartphone: Beschleunigte Verbreitung

Das Smartphone ist zum wichtigsten digitalen Werkzeug der Senioren geworden. Die Entwicklung der letzten Jahre ist eindeutig.

  • 70 % der Senioren besitzen ein Smartphone im Jahr 2025, gegenüber 62 % im Jahr 2024 [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • Bei den 60-74-Jährigen erreicht die Ausstattungsrate 75,6 % [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • Bei den über 75-Jährigen sinkt dieser Wert auf 48,5 % [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • 46 % der 60-74-Jährigen und 53 % der über 75-Jährigen besitzen ein Smartphone, das vor mehr als zwei Jahren gekauft wurde, verglichen mit 38 % aller Smartphone-Besitzer [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2024].

Internetverbindung

  • 94 % der Franzosen nutzen das Internet und 84 % tun dies täglich [Baromètre du numérique 2026, ARCEP/CREDOC].
  • 75 % der Internetabonnenten verfügen über einen Glasfaser- oder Kabelanschluss [Baromètre du numérique 2026, ARCEP/CREDOC].
  • Bei den Senioren über 70 nutzen nur 63 % das Internet, verglichen mit über 96 % in den anderen Altersgruppen [Petits Frères des Pauvres/CSA-Institut, 2021].
  • 27 % der Personen ab 60 Jahren nutzen das Internet nie, das sind etwa 4 Millionen Menschen [Petits Frères des Pauvres/CSA-Institut, 2021].

Digitale Nutzung der Senioren

Soziale Netzwerke

Senioren sind in sozialen Netzwerken keineswegs abwesend.

  • Facebook bleibt die meistgenutzte Plattform: Über 45 % der Senior-Internetnutzer sind registriert [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • Bei den 60-69-Jährigen erreicht die Facebook-Registrierungsrate 72 % [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • WhatsApp wird von über 42 % der verbundenen Personen ab 60 genutzt [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • 45 % der über 70-Jährigen veröffentlichen Inhalte in sozialen Netzwerken [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • Die durchschnittliche tägliche Zeit in sozialen Netzwerken beträgt bei Senioren 45 Minuten [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].

E-Commerce und Online-Einkauf

Der Online-Einkauf wächst bei Senioren stark.

  • 49 % der 60-74-Jährigen haben 2024 mindestens einen Online-Einkauf getätigt [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2024].
  • Bei den über 75-Jährigen sinkt dieser Wert auf 18 % [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2024].
  • 50-64-Jährige verbringen 2024 durchschnittlich 2 Stunden 53 Minuten pro Tag im Internet, 40 % mehr als 2019 [FEVAD, 2024].
  • Die am häufigsten online gekauften Kategorien bei Senioren: Reisen (58 %), Freizeit (58 %), Transport (46 %) [FEVAD, 2024].

Online-Verwaltungsverfahren

Die Digitalisierung öffentlicher Dienste betrifft Senioren besonders.

  • Mehr als 50 % der Senioren erledigen 2024 Verwaltungsverfahren online, gegenüber 43 % im Jahr 2022 [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • 53 % der 55-79-Jährigen berichten über Hindernisse auf Verwaltungsplattformen [Senatsbericht zur Digitalisierung, September 2025].
  • 82 % der Verwaltungsverfahren werden in Frankreich jährlich online durchgeführt, insgesamt 572 Millionen Verfahren [Vie-publique.fr, 2025].
  • Nur 11 % der Schwierigkeiten werden auf mangelnde digitale Kompetenz zurückgeführt; die Hauptprobleme liegen in der Komplexität der Plattformen selbst [Labo Société Numérique/ANCT, 2024].

Digitale Kluft: Senioren am stärksten betroffen

Digitaler Analphabetismus in Zahlen

Digitaler Analphabetismus (die Unfähigkeit, alltägliche digitale Werkzeuge zu nutzen) bleibt eine große Herausforderung.

  • 7 % der 16-74-Jährigen befinden sich 2025 in einer Situation digitalen Analphabetismus [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2025].
  • Bei den 60-74-Jährigen: 17 % sind von digitalem Analphabetismus betroffen und 38 % haben schwache digitale Kompetenzen [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2025].
  • Bei den über 75-Jährigen: 54 % sind von digitalem Analphabetismus betroffen und nur 5 % verfügen über fortgeschrittene Kompetenzen [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2025].
  • Insgesamt haben 34 % der 16-74-Jährigen digitale Schwierigkeiten, gegenüber 38 % im Jahr 2021 [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2025].

Bestimmende Faktoren

Die digitale Kluft bei Senioren ist nicht nur eine Altersfrage. Die Daten zeigen, dass Bildungsniveau und Einkommen eine noch wichtigere Rolle spielen.

  • Bei gleichem Alter sind Personen ohne Abschluss 7-mal häufiger von digitalem Analphabetismus betroffen als Personen mit Hochschulabschluss [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2025].
  • Die einkommensschwächsten 20 % sind 6,6-mal häufiger betroffen als die einkommensstärksten 20 % [INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2025].
  • 66 % der digital ausgeschlossenen Personen sind 65 Jahre oder älter [Emmaüs Connect, 2025].
  • Personen über 80 sind am stärksten betroffen: mehr als 1,7 Millionen Menschen [Petits Frères des Pauvres/CSA-Institut, 2021].

Identifizierte Hindernisse

  • 27 % der 60-69-Jährigen und 37 % der über 70-Jährigen geben an, digitale Werkzeuge schlecht zu beherrschen [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • 15 % der über 70-Jährigen verfügen nicht über die notwendige Ausstattung [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • 11 % der über 70-Jährigen berichten über einen schwierigen Internetzugang [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].

Online-Betrug: Senioren weniger betroffen als erwartet

Entgegen der landläufigen Meinung sind Senioren nicht die Hauptopfer von Cyber-Bedrohungen.

Überraschende Zahlen

  • 4 von 10 Franzosen waren 2025 Opfer von Cyberkriminalität [CREDOC/Cybermalveillance.gouv.fr, 2025].
  • 73 % der Internetnutzer geben an, einem Online-Betrugsversuch ausgesetzt gewesen zu sein [Vie-publique.fr, 2025].
  • Senioren über 60 sind seltener Opfer als der Durchschnitt: 9 % gegenüber 11 % der Gesamtbevölkerung [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • Unter-25-Jährige sind fast doppelt so häufig betroffen wie Senioren [CREDOC/Cybermalveillance.gouv.fr, 2025].

Gute Gewohnheiten der Senioren

  • 81 % der Senioren verwenden komplexe Passwörter [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • 70 % der Senioren aktivieren die Zwei-Faktor-Authentifizierung [Baromètre du numérique 2025, ARCEP/CREDOC].
  • Senioren zeigen eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber verdächtigen Anrufen und Nachrichten [Cybermalveillance.gouv.fr, Tätigkeitsbericht 2025].

Hauptbedrohungen

  • Phishing ist die Bedrohung Nummer eins, mit einem Anstieg von 70 % über alle Altersgruppen [Cybermalveillance.gouv.fr, Tätigkeitsbericht 2025].
  • Betrügerische E-Mails und Anrufe betreffen 63 % der Internetnutzer, von denen 21 % Opfer wurden [CREDOC, 2025].
  • Digitaler Betrug ist 2025 insgesamt um 30 % gestiegen [Cybermalveillance.gouv.fr, Tätigkeitsbericht 2025].

Vernetzte Gesundheit und Telemedizin

Telemedizin überzeugt Senioren kaum

  • 15 % der Personen ab 18 Jahren haben 2024 die Telemedizin genutzt [DREES, 2024].
  • Bei den über 60-Jährigen: nur 6 % haben die Telemedizin genutzt [DREES, 2024].
  • Bei den über 75-Jährigen: der Wert sinkt auf 4 %, verglichen mit 23 % der 18-29-Jährigen [DREES, 2024].
  • 74 % der 60-74-Jährigen bevorzugen den persönlichen Kontakt mit ihrem Arzt [DREES, 2024].
  • 21 % der über 75-Jährigen nutzen die Telemedizin nicht, weil sie sich mit Computerwerkzeugen nicht wohlfühlen [DREES, 2024].

Vernetzte Gesundheitsgeräte

  • 40 % der Franzosen besitzen mindestens ein vernetztes Gerät im Jahr 2025 [ARCEP, Baromètre du numérique 2025].
  • In Europa stagniert die Nutzung von Gesundheits-Wearables bei den über 65-Jährigen bei 14 % [Mordor Intelligence, 2025].
  • Smartwatches stellen das führende Segment der vernetzten Gesundheitsgeräte in Frankreich dar, mit 2,3 Millionen verkauften Einheiten im Jahr 2023 [GfK, 2023].

Künstliche Intelligenz: Auch Senioren

Das Baromètre du numérique 2026 offenbart eine bemerkenswerte Tatsache über generative KI.

  • 48 % der französischen Bevölkerung nutzen jetzt generative künstliche Intelligenz, ein Anstieg um 28 Punkte in zwei Jahren [Baromètre du numérique 2026, ARCEP/CREDOC].
  • Generative KI ist die am schnellsten angenommene digitale Technologie in 25 Jahren Baromètre du numérique [Baromètre du numérique 2026, ARCEP/CREDOC].
  • 74 % der Franzosen empfinden den Einfluss der Digitalisierung auf ihr persönliches Leben als positiv [Baromètre du numérique 2026, ARCEP/CREDOC].

Digitale Inklusion: Begleitprogramme

Mehrere öffentliche und gemeinnützige Initiativen zielen darauf ab, die digitale Kluft bei Senioren zu verringern.

  • 13 Millionen Menschen in Frankreich fühlen sich im Internet nicht wohl [Emmaüs Connect, 2025].
  • Das Programm Aidants Connect (öffentlicher Dienst) ermöglicht es professionellen Betreuern, Nutzer rechtssicher bei ihren Online-Verfahren zu unterstützen [beta.gouv.fr, 2025].
  • Das Programm Les Connectés (AG2R La Mondiale / Unis-Cité) setzt Freiwillige im Zivildienst in 20 Regionen ein, um Senioren zu begleiten [Unis-Cité, 2025].
  • Digitale Workshops werden in Bibliotheken, Rathäusern, Pflegeheimen und zu Hause von Organisationen wie Emmaüs Connect und Petits Frères des Pauvres angeboten [Labo Société Numérique, 2025].

Zusammenfassung

Die Daten zeigen eine komplexere Realität als das Klischee vom verlorenen Senior vor dem Bildschirm.

Was sich verbessert: die Smartphone-Besitzrate (70 % im Jahr 2025), die Nutzung sozialer Netzwerke, Online-Einkäufe und digitalisierte Verwaltungsverfahren.

Was besorgniserregend bleibt: der massive digitale Analphabetismus bei den über 75-Jährigen (54 %), die geringe Nutzung der Telemedizin (6 % der über 60-Jährigen) und die Ungleichheiten aufgrund von Bildungsniveau und Einkommen, die schwerer wiegen als das Alter selbst.

Was überrascht: Senioren sind seltener Opfer von Online-Betrug als junge Menschen (9 % gegenüber 11 %), dank ausgeprägterer Vorsichtsreflexe.


Methodische Anmerkung

Die auf dieser Seite dargestellten Statistiken stammen aus öffentlichen und überprüfbaren Quellen. Die Umfragen verwenden unterschiedliche Methoden (Stichproben, Altersgruppen, Erhebungszeiträume), was Abweichungen zwischen den Zahlen erklären kann.

Zu beachtende Einschränkungen:

  • Die Altersgruppen variieren zwischen den Studien (60+, 65+, 70+, 75+), was direkte Vergleiche manchmal schwierig macht.
  • Einige Daten stammen aus den Jahren 2021-2024, da die neuesten Studien noch nicht für alle Indikatoren verfügbar sind.
  • Daten zu vernetzten Gesundheitsgeräten bei Senioren sind in Frankreich noch lückenhaft; europäische Zahlen werden ergänzend verwendet.
  • Die INSEE TIC-ménages-Umfrage umfasst die 16-74-Jährigen, wodurch die über 75-Jährigen bei einigen Indikatoren ausgeschlossen sind.

Redaktionelle Anmerkung

Konsultierte Quellen:

  • Baromètre du numérique 2025 und 2026, ARCEP/CREDOC/Arcom/ANCT
  • INSEE, TIC-ménages-Umfrage 2024 und 2025
  • DREES, Studie zur Telemedizin-Nutzung, 2024
  • Cybermalveillance.gouv.fr, Tätigkeitsbericht 2025
  • Petits Frères des Pauvres / CSA-Institut, Studie zur digitalen Ausgrenzung von Senioren
  • FEVAD, Daten zum Online-Konsum der Senioren
  • Senatsbericht zur Digitalisierung öffentlicher Dienste, September 2025
  • Emmaüs Connect, Daten zum digitalen Analphabetismus in Frankreich
  • Labo Société Numérique / ANCT, Initiativen zur digitalen Inklusion

Einschränkungen dieser Zusammenstellung: Die neuesten Daten des Baromètre du numérique 2026 schlüsseln noch nicht alle Indikatoren nach detaillierten Altersgruppen auf. Die INSEE TIC-ménages-Umfrage 2026 wird derzeit durchgeführt (Februar-Juni 2026) und ihre Ergebnisse sind noch nicht verfügbar.

Überprüfungsdatum: 2. April 2026

Interessenkonflikte: keine. Diese Seite enthält keine Affiliate-Links.

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